Richtigstellung | Jochen Hemmlebs „Austria 8000“

Der Tyrolia-Verlag stellt in einer Pressaussendung folgende Information richtig:

Richtigstellung zu den Übersichtslisten in Jochen Hemmlebs „Austria 8000“

Nobody is perfect …

… und wenn es auch Miss Hawley ist. Die von ihr geführte „Himalayan Database“ gilt als die zuverlässigste Dokumentation des Höhenbergsteigens in Nepal und diente u. a. auch Eberhard Jurgalski bei der Übersicht aller österreichischen Achttausender-Bergsteiger in „Austria 8000“ als Quelle.

Und ausgerechnet eine der größten Leistungen ist dort anscheinend fehlerhaft dokumentiert: Peter Habelers Besteigung des Kangchendzönga im Jahr 1988. So verzeichnet diese Chronik den Gipfelerfolg zwar als „very challenging“, führt aber an, dass Habeler im Abstieg medizinischen Notfall-Sauerstoff verabreicht bekommen hätte, was nicht den Tatsachen entspricht. Habeler, Buhler und Zabaleta hatten am „Kantsch“ nämlich keinen Sauerstoff dabei – weder im Aufstieg noch im Abstieg. „No oxygene“ war die Devise und die Crux der ganzen Expedition. Und das hatte seinen Preis: Das Team überlebte den Abstieg nur mit knapper Not und dank der ausgezeichneten Verfassung des Tirolers.

„Am Kangchendzönga hatte ich nicht einen Schutzengel, da hatte ich zehn …“ erzählt Peter Habeler in seinem Buch „Das Ziel ist der Gipfel“. Der „Kantsch“ sei sein größtes Highlight gewesen, meint er noch heute und stellt klar: „Wir haben im Abstieg keinen medizinischen Flaschensauerstoff erhalten, das ist schlichtweg falsch. Wo hätten wir den denn herbekommen sollen? Der dreitägige Abstieg war verheerend, wir husteten Blut. Erst einen Tag nach Erreichen des Basislagers verabreichte uns unser Exp.-Doctor eine Sauerstoffdusche.“

Wir waren wegen Richtigstellung bereits mit den Chronisten in Kontakt, die neue Version der Himalayan Database wurde bereits abgeändert und auch wir werden die Angaben in der nächsten Auflage von „Austria 8000“ korrigieren.

Anette Köhler (Lektorat), Jochen Hemmleb und Eberhard Jurgalski

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Austria 8000
Österreichische Alpinisten auf den höchsten Gipfeln der Welt

414 Seiten mit Abbildungen, Übersicht aller österreichischen Achttausender-Besteiger, € 29,95.

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Ging es um die erste Besteigung der höchsten Gipfel der Welt, waren von Anfang an österreichische Bergsteiger ganz vorne dabei. Während der „Eroberungszeit“ der 1950er- und 1960er-Jahre gelangen ihnen gleich fünf Erstbesteigungen so viele wie sonst keiner Nation. Einzigartig der Alleingang von Hermann Buhl am Nanga Parbat, herausragend Herbert Tichys und Sepp Jöchlers Geniestreich am Cho Oyu, der Erfolg von Fritz Moravec und seinem Team am Gasherbrum II, visionär der konsequente Westalpenstil der Salzburger Wintersteller, Schmuck und Diemberger zusammen mit Buhl am Broad Peak und legendär Kurt Diemberger selbst, dem wie zuvor nur Hermann Buhl mit Broad Peak und Dhaulagiri die erste Besteigung von gleich zwei Achttausendern gelang.

Auch die Zeit der „neuen Pioniere“ an den Achttausendern wurde von Österreichern entscheidend geprägt. Allen voran sei hier der Mayrhofener Peter Habeler genannt, mit seiner Besteigung des Gasherbrum I im Alpinstil 1975 und der Erstbesteigung des Mount Everest ohne Flaschensauerstoff 1978, beide an der Seite von Reinhold Messner.

Bis heute hinterlassen Österreicher an den welthöchsten Bergen ihre Signaturen. Es reicht von in aller Stille vollbrachten Leistungen, wie zum Beispiel des Vorarlbergers Theo Fritsche (fünf Achttausender ohne Flaschensauerstoff), bis hin zum international beachteten Erfolg der Oberösterreicherin Gerlinde Kaltenbrunner, die als erste Frau ohne Zuhilfnahme von Flaschensauerstoff auf allen Achttausendern stand.

Mit sachkundigen historischen Porträts, spannenden Reportagen und persönlichen Gesprächen mit den Protagonisten gelingt es dem Alpinhistoriker Jochen Hemmleb ein ebenso umfassendes wie nuancenreiches rotweißrotes Gemälde des Achttausender-Bergsteigens zu zeichnen von den Anfängen bis heute.

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